Uralter Werkstoff

– und doch immer wieder neu

Ob in Schuhen, Möbeln oder Autositzen: Leder gilt als einer der letzten „natürlichen“ Werkstoffe der Welt. Tatsächlich hat das aus Häuten gewonnene Material heute aber nur noch wenig mit dem Leder vergangener Jahrhunderte zu tun. Moderne Chemie macht es zu einem ultrarobusten Werkstoff, der den Vergleich mit Hightech-Materialien nicht scheuen muss. Und die „Natürlichkeit“ bleibt dennoch nicht auf der Strecke.

Preisfrage: Seit wann nutzt der Mensch die Chemie, um sein Leben angenehmer zu machen? Seit der Erfindung der Kunststoffe um die vorvergangene Jahrhundertwende? Ganz kalt. Seit der Entdeckung des Porzellans im China des siebten Jahrhunderts? Schon besser. Aber immer noch weit entfernt. Die richtige Antwort lautet: Seit mehr als 6.000 Jahren. Denn mindestens so lange schon benutzt der Mensch die so genannte pflanzliche Gerbung, um Tierhäute in haltbares Leder zu verwandeln.

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