Harte Schale, weicher Kern
Mehr als eine Milliarde Golfbälle pro Jahr
Mindestens 50 Millionen Menschen spielen weltweit Golf. Allein in Deutschland gibt es mehr als 500.000 Anhänger dieses Sports – Tendenz steigend. Kein Wunder, dass sich rund um diese Sportart eine eigenständige Industrie entwickelt hat. Weltweit werden jährlich rund eine Milliarde Golfbälle produziert.
Sie ähneln sich wie ein Ei dem anderen – doch Golfball ist nicht gleich Golfball. Ein Blick unter die Schale offenbart große Unterschiede: Die harten Kugeln, die höchstens 45,93 Gramm wiegen dürfen und einen Durchmesser von mindestens 42,67 Millimeter vorweisen müssen, sind längst zu einem technisch ausgeklügelten Spielgerät mit hoch entwickelten spezifischen Eigenschaften geworden. Schon seit Jahren werden wissenschaftliche Untersuchungen über Mantel, Kern und Dimples – die kleinen Vertiefungen an der Oberfläche – durchgeführt. Für den Kern der Golfbälle werden Synthese-Kautschuke verwendet, die der Geschäftsbereich Performance Butadiene Rubbers von LANXESS liefert.
Ein Golfball muss gute Spieleigenschaften vorweisen. Wenn der Schläger auf den Ball trifft, soll möglichst wenig Energie verloren gehen, damit der Ball hunderte Meter weit fliegt und da aufkommt, wo ihn der Spieler haben möchte. Hier kommen die Kautschuke von LANXESS ins Spiel: Sind sie im Kern, fliegt der Golfball weiter als mit herkömmlichen Kautschuken. Die im Kern von Qualitätsbällen verarbeiteten Polybutadiene-Kautschuke BUNA CB zeichnen sich nämlich durch eine besonders gute so genannte Rückprallelastizität aus.
Diese Eigenschaft eines Kautschuks ist für Gummiartikel von entscheidender Bedeutung. Sie ist ein Indiz dafür, wie ökonomisch ein Elastomer mit Energie bei der Verformung umgeht. Eine hohe Rückprallelastizität zeigt, dass ein Gummiteil, wenn es nach der Belastung seine ursprüngliche Form wieder annimmt, den größten Teil der eingeleiteten mechanischen Energie wieder frei gibt, ohne sie in Wärme umzuwandeln.
