Mesamoll – die unbedenkliche Alternative

PVC – die drei Buchstaben stehen für Polyvinylchlorid und damit für einen der wohl bekanntesten und beliebtesten Kunststoffe des 20. und 21. Jahrhunderts. PVC ist nahezu überall – sei es in Stromkabeln oder in Fußbodenbelägen, in Schallplatten oder Fensterrahmen, in Kreditkarten oder Quietsche-Entchen. PVC ist günstig, robust und vielseitig. Rund 35 Millionen Tonnen davon werden weltweit jährlich hergestellt, das Meiste für Kabel, Bodenbeläge, Folien und Planen. Und immer dann, wenn nicht hartes „Plastik“, sondern Produkte mit geschmeidigen oder gar gummiartigen Eigenschaften gefragt sind, kommen Weichmacher ins Spiel.

Die in der Weich-PVC-Herstellung bisher am häufigsten verwendeten Weichmacher sind die so genannten Phthalate – die Ester der Phthalsäure. Allerdings stehen diese Substanzen im Verdacht, für die menschliche Gesundheit alles andere als unbedenklich zu sein. LANXESS hatte sich daher bereits 2006 freiwillig und konsequent aus dem durchaus lukrativen Geschäft mit den Phthalaten zurückgezogen und sich auf die Entwicklung von Alternativen konzentriert. Der völlig phthalatfreie Weichmacher Mesamoll – chemisch gesprochen Alkylsulfonsäureester des Phenols – ist ein vielversprechender Ersatz.

Wenn Mesamoll als Weichmacher eingesetzt wird, finden sich – anders als bei manchen Konkurrenzprodukten – weder bei der Herstellung noch im fertigen Produkt Phthalate. Gerade bei Verpackungen für Lebensmittel oder Spielzeugen, die Kinder auch in den Mund nehmen, ist vor allem die so genannte Migration nicht unproblematisch. Gemeint ist damit das „Ausdünsten“ oder „Auswaschen“ des Weichmachers in die Nahrung oder den Speichel. Denn erst wenn die Weichmacher aus dem Kunststoff über Lebensmittel oder direkt in den Körper gelangen, können sie gesundheitsschädlich wirken. Wird Mesamoll für die Herstellung von Kinderspielzeugen verwendet, ist dies nicht der Fall.

So hat das LANXESS Produkt Mesamoll II in den USA bereits 2007 von der FDA, der Food and Drug Administration, die Zulassung für trockene und wässrige Lebensmittel erhalten. Mit der Verordnung 10/2011 der Europäischen Kommission erfolgte nach umfassender Prüfung durch die European Food Safety Authority (EFSA) die Zulassung von Mesamoll in gleicher Weise.

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